Futtermitteldeklarationen – weisst du wirklich, was im Napf landet?
Futtermitteldeklarationen sollen eigentlich Klarheit schaffen:
Was steckt im Futter meines Hundes oder meiner Katze?
Doch wer schon einmal die Rückseite einer Futterverpackung genauer gelesen hat, weiss, dass die Antwort darauf nicht immer so einfach ist.
Begriffe wie Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, pflanzliche Nebenerzeugnisse oder sehr allgemein gehaltene Prozentangaben lassen oft viele Fragen offen.
Welche Fleischsorten wurden verwendet? Wie hoch ist ihr tatsächlicher Anteil? Welche weiteren Zutaten sind enthalten?
Dabei ist gerade eine transparente Deklaration wichtig. Denn nur wenn du weisst, was im Napf landet, kannst du beurteilen, ob ein Futter zu deinem Tier und seinen Bedürfnissen passt.
In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du eine Futtermitteldeklaration richtig liest, welche Angaben genaueres Hinschauen verdienen und woran du eine möglichst transparente Zusammensetzung erkennst. Ausserdem vergleichen wir, wie offen Zutaten deklariert werden können – und wo sich die Deklaration von ANiFiT von vielen herkömmlichen Futtermitteln unterscheidet.
Denn beim Futter sollte nicht das Kleingedruckte entscheiden, sondern Klarheit darüber, was wir unseren Vierbeinern täglich in den Napf geben.

Gesetzliche Vorgaben für die Futtermitteldeklaration
Wer seinem Hund oder seiner Katze täglich Futter in den Napf gibt, möchte natürlich wissen, was darin steckt. Genau dafür gibt es gesetzliche Vorgaben zur Kennzeichnung von Futtermitteln.
Ganz so transparent, wie man erwarten könnte, ist eine Deklaration trotzdem nicht immer.
In der Schweiz finden sich die entsprechenden Bestimmungen und Hilfestellungen bei Agroscope – Deklaration von Futtermitteln. Dort steht auch der Leitfaden zur Deklaration von Heimtierfuttermitteln zur Verfügung.
Für die EU bildet unter anderem die Futtermittelverkehrsverordnung (EG) Nr. 767/2009 eine wichtige gesetzliche Grundlage.
Diese Vorschriften regeln, welche Informationen auf einer Verpackung stehen müssen. Sie bedeuten aber nicht automatisch, dass wir als Tierhalterinnen und Tierhalter bis ins Detail erfahren, was tatsächlich im Napf landet. Je nach Deklarationsweise können Zutaten sehr konkret oder lediglich über Sammelbegriffe angegeben werden.
Einzelfutter, Alleinfutter oder Ergänzungsfutter?
Auf der Verpackung muss erkennbar sein, um welche Art von Futtermittel es sich handelt. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn nicht jedes Produkt ist dafür gedacht, dein Tier dauerhaft allein zu ernähren.
Einzelfuttermittel bestehen aus einem einzelnen Futtermittel bzw. einer einzelnen Ausgangskomponente. Ein typisches Beispiel ist reines Trockenfleisch vom Rind.
Alleinfuttermittel sind so zusammengesetzt, dass sie aufgrund ihrer Zusammensetzung grundsätzlich für die tägliche Versorgung des Tieres ausreichen. Viele Nass- und Trockenfutter werden als Alleinfuttermittel angeboten.
Ergänzungsfuttermittel besitzen dagegen eine Zusammensetzung, die nur zusammen mit anderen Futtermitteln für die Tagesration gedacht ist. Dazu können beispielsweise bestimmte Öle, Mineralstoff- oder Vitaminmischungen gehören.
Das Wort „Alleinfuttermittel“ ist deshalb eine wichtige Information auf der Verpackung. Ein Produkt kann aus hervorragenden Zutaten bestehen und trotzdem nicht dafür geeignet sein, Hund oder Katze auf Dauer allein damit zu ernähren.
Offene oder geschlossene Deklaration – ein grosser Unterschied
Beim Einkauf sehen zwei Futtersorten vielleicht ähnlich hochwertig aus. Dreht man die Verpackungen um und liest die Zusammensetzung, können jedoch deutliche Unterschiede sichtbar werden.
Geschlossene Deklaration
Bei einer sogenannten geschlossenen Deklaration werden Zutaten teilweise zu Gruppen bzw. Kategorien zusammengefasst.
Statt genau zu erfahren, welche Getreidesorten enthalten sind, kann beispielsweise lediglich „Getreide“ angegeben sein. Ähnlich sieht es bei tierischen Bestandteilen aus: Formulierungen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ verraten dem Käufer nur begrenzt, welche konkreten Bestandteile verarbeitet wurden.
Das kann zwar den gesetzlichen Anforderungen entsprechen – für dich als Tierhalter ist der Informationsgehalt jedoch gering.
Gerade bei Tieren mit Unverträglichkeiten oder Allergien kann eine möglichst genaue Zusammensetzung besonders hilfreich sein.
Offene Deklaration
Eine möglichst offene Deklaration macht wesentlich besser nachvollziehbar, welche Rohstoffe eingesetzt wurden.
Die Zutaten werden grundsätzlich nach ihrem Gewichtsanteil zum Zeitpunkt ihrer Verwendung in absteigender Reihenfolge aufgeführt. Was vorne steht, ist also mengenmässig stärker vertreten als Zutaten weiter hinten.
Noch aussagekräftiger wird die Deklaration, wenn zusätzlich konkrete Prozentangaben und genaue Bezeichnungenangegeben werden.
Statt:
„Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“
ist für Tierhalter beispielsweise eine Angabe wie:
„Rind 65 % (Muskelfleisch, Herz, Leber …)“
wesentlich informativer.
Damit kannst du auf einen Blick erkennen, von welchem Tier die Bestandteile stammen, welche Teile verwendet wurden und welchen Anteil sie am Produkt haben.
Aber Achtung: „offen deklariert“ bedeutet nicht automatisch hochwertig
Das ist ein wichtiger Punkt.
Eine transparente Deklaration sagt zunächst etwas darüber aus, wie nachvollziehbar die Zusammensetzung angegeben wird. Sie ist nicht automatisch ein Qualitätsbeweis.
Deshalb lohnt sich ein zweiter Blick: Welche Rohstoffe werden verwendet? Wie hoch ist der Anteil tierischer Bestandteile? Welche tierischen Bestandteile sind es? Enthält das Produkt beispielsweise Zucker, Getreide, pflanzliche Bestandteile oder technologische Zusatzstoffe? Und ist die Zusammensetzung überhaupt für Hund oder Katze sinnvoll?
Transparenz macht Qualität beurteilbar – sie ersetzt die Beurteilung aber nicht.
So liest du eine Futtermitteldeklaration richtig
Ein paar einfache Regeln helfen dir beim nächsten Blick auf Dose, Beutel oder Futtersack:
Schau zuerst auf die ersten Zutaten. Die Zutatenliste erfolgt grundsätzlich in absteigender Reihenfolge nach Gewicht.
Bevorzuge konkrete Angaben. „Rind, Herz, Leber …“ sagt dir wesentlich mehr als „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“.
Achte auf Prozentangaben. Je genauer ein Hersteller seine Rezeptur beziffert, desto besser kannst du nachvollziehen, was du kaufst. Fehlende Prozentwerte bedeuten allerdings nicht automatisch, dass eine Deklaration rechtswidrig oder ein Futter minderwertig ist.
100 % aufgeschlüsselt ist besonders transparent. Eine vollständige prozentuale Aufschlüsselung macht die Rezeptur für Tierhalter leichter nachvollziehbar. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine solche 100-%-Aufschlüsselung jedoch nicht generell.
Lass dich von schönen Begriffen auf der Vorderseite nicht täuschen. Entscheidend ist die tatsächliche Zusammensetzung auf der Rückseite.
Achte bei Allergien besonders auf genaue Tierarten und Zutaten. Sammelbegriffe erschweren die Einschätzung erheblich.
„Nebenerzeugnisse“ bedeutet nicht automatisch minderwertig. Herz, Leber und andere Innereien können ernährungsphysiologisch wertvolle Bestandteile eines Futters sein. Entscheidend ist vielmehr, welche Bestandteile enthalten sind und ob sie klar benannt werden.
Und was ist mit der häufig genannten 4-%-Regel?
In der EU müssen Zutaten unter 4% nicht einzeln deklariert werden.
Nicht jede einzelne Zutat muss mit ihrem exakten Prozentanteil angegeben werden. Deshalb kann eine Deklaration gesetzeskonform sein und trotzdem deutlich weniger transparent ausfallen, als wir uns das als Tierhalter wünschen würden.
Und genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen „gesetzlich korrekt deklariert“ und „für den Kunden wirklich transparent deklariert“.
Für mich ist eine gute Futtermitteldeklaration deshalb keine lästige Pflicht auf der Rückseite der Dose. Sie ist ein Stück Vertrauen. Denn wer gutes Futter herstellt, sollte möglichst verständlich zeigen können, was darin steckt.
Darstellung einer offenen Deklaration
Zutatenzusammensetzung des Hunde-Nassfutters «Dose Ente» von ANiFiT

Darstellung einer geschlossenen Deklaration

Die ANiFiT-Garantie – Transparenz, die im Napf beginnt
Bei Tiernahrung sollte man nicht rätseln müssen, was eigentlich drinsteckt. ANiFiT setzt deshalb auf eine möglichst transparente Zusammensetzung und klare Qualitätsgrundsätze.
Die ANiFiT-Garantie steht für:
100 % offene Deklaration
Rohstoffe in Lebensmittelqualität
hohen Fleischanteil
keine Tierversuche
Verzicht auf unnötige Tiertransporte
So kannst du nachvollziehen, was du deinem Hund oder deiner Katze täglich fütterst – und selbst entscheiden, ob die Zusammensetzung deinen Vorstellungen einer artgerechten Ernährung entspricht.
Zusatzstoffe – nicht automatisch schlecht
Das Wort „Zusatzstoffe“ klingt für viele Tierhalter zunächst negativ. Doch Zusatzstoff ist nicht gleich Zusatzstoff.
Futtermittelzusatzstoffe erfüllen unterschiedliche Aufgaben und werden unter anderem in technologische, sensorische und ernährungsphysiologische Zusatzstoffe eingeteilt.
Technologische Zusatzstoffe werden beispielsweise eingesetzt, um ein Futter haltbar oder technologisch verarbeitbar zu machen. Dazu gehören etwa Konservierungsmittel, Antioxidationsmittel oder Emulgatoren.
Sensorische Zusatzstoffe beeinflussen beispielsweise Farbe oder Aroma eines Futters. Hierzu zählen unter anderem Farbstoffe und Aromastoffe.
Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe liefern bestimmte Nährstoffe wie Vitamine, Spurenelemente oder Aminosäuren. Sie können notwendig sein, damit ein Futter den vorgesehenen Nährstoffbedarf zuverlässig abdeckt.
Gerade hier lohnt es sich also, genauer hinzuschauen, anstatt Zusatzstoffe grundsätzlich als „gut“ oder „schlecht“ einzustufen.
Wie handhabt ANiFiT Zusatzstoffe?
Nach Angaben von ANiFiT werden keine sensorischen Zusatzstoffe und keine Emulgatoren eingesetzt. Bei technologisch notwendigen Zusatzstoffen setzt ANiFiT auf natürliche Lösungen.
Ernährungsphysiologische Ergänzungen können je nach Rezeptur erforderlich sein. Das betrifft beispielsweise Trockenfutter oder Feuchtnahrung, deren natürliche Zutaten allein bestimmte benötigte Nährstoffe nicht in ausreichender Menge bereitstellen.
Dabei gilt auch hier: Je klarer angegeben wird, was zugesetzt wurde und warum, desto besser können Tierhalter die Zusammensetzung beurteilen.
Qualität beginnt mit Transparenz
Eine lange Zutatenliste macht ein Futter nicht automatisch schlecht – und eine kurze Liste nicht automatisch gut. Entscheidend ist vielmehr:
Was wurde verarbeitet? In welcher Menge? Aus welchen Quellen stammen die Zutaten? Und welche Zusatzstoffe wurden aus welchem Grund eingesetzt?
Eine möglichst offene Deklaration schafft dafür die Grundlage. Sie erlaubt uns, verschiedene Futtermittel tatsächlich miteinander zu vergleichen, statt uns nur auf schöne Verpackungen oder Werbeaussagen zu verlassen.
Fazit: Schau auf die Rückseite, nicht nur auf die Vorderseite
Der Futtermittelmarkt bietet eine riesige Auswahl. Gleichzeitig lassen die gesetzlichen Kennzeichnungsmöglichkeiten Herstellern Spielraum bei der Darstellung ihrer Zusammensetzungen. Deshalb lohnt es sich, die Deklaration genau zu lesen.
ANiFiT verfolgt hier bewusst einen transparenten Ansatz und gibt die verwendeten Zutaten detailliert an. Das macht es für dich leichter nachzuvollziehen, was tatsächlich im Napf deines Vierbeiners landet.
Denn letztlich sollte nicht die schönste Verpackung entscheiden, sondern das, was darin steckt.
Im ANiFiT-Shop kannst du dir die Zusammensetzungen der verschiedenen Produkte direkt ansehen:
Noch Fragen? 🐾
Ich helfe dir sehr gerne persönlich weiter und unterstütze dich dabei, das passende Futter für deinen Hund oder deine Katze zu finden.
Denn jedes Tier ist einzigartig – und genauso individuell darf auch seine Ernährung sein.




